Chemie der Aminosäurederivatisierung 

Um die Aminosäuren fluoreszierend darzustellen, wird eine selbst hergestellte reine fluoreszierende Verbindung, 6-Aminochinolyl-N-hydroxysuccinimidylcarbamat (AQC), für die Vorsäulenderivatisierung verwendet. Vorbereitete Proben werden sofort auf eine Ultra-Druck-Umkehrphasenchromatographie (UPLC) geladen. Die gewünschten Aminosäuren werden getrennt und mittels Mehrkanalfluoreszenzdetektor erfasst. Die Analyse ist innerhalb von 6 Minuten abgeschlossen und wird anhand interner Standards ausgewertet. Die Qualität und Zuverlässigkeit nachgewiesener Aminosäuren wird mit einzelnen Standards mit definierter Konzentration überprüft. 


                                                        Bildquelle: Hajirezaei

Chemische Struktur von 6-Aminochinolyl-N-hydroxy-succinimidylcarbamat (AQC)

 

                Bildquelle: Hajirezaei

Sowohl primäre als auch sekundäre Aminosäuren und Amine reagieren spontan mit AQC, um hochstabile, fluoreszierende Derivate zu erzeugen. Das überschüssige Reagenz reagiert mit Wasser unter Bildung eines freien Amins.